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Am 12. Juli feierte die DIG und Potsdam ihr diesjähriges Sommerfest im "Kutschstall" am Neuen Markt in Potsdam Bericht und Fotos von Meggie Jahn und Fritz Zimmermann mit einem Link auf die Bildergalerie von Margrit Schmidt am Ende dieser Seite
Am Eingang zum "Kutschstall" am Neuen Markt in Potsdam: Ein herzliches Willkommen!
Am 12. Juli feierte die DIG Berlin und Potsdam mit ihrem Sommerfest im "Kutschstall" - Sitz des Hauses der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte - am Neuen Markt in Potsdam einen der traditionellen Höhepunkte des Jahres. Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden Jochen Feilcke sowie durch den stellv. Vorsitzenden Steffen Reiche, bis Anfang 2007 Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Potsdam und früherer brandenburgischer Bildungsminister, lud letzterer zu einer Führung durch das "jüdische Potsdam" ein. Dabei wurde Halt gemacht am Ort der 1938 zerstörten Synagoge, am Wohnhaus des letzten Potsdamer Gemeindemitglieds in der Nazizeit, Wilhelm Kahn, in der Friedrich-Ebert-Straße, an den heute mit einem "Stolperstein" von Günter Demnig erinnert wird, sowie am Haus des früheren Kantors Guttmann, zu dessen Ehren ebenfalls ein "Stolperstein" verlegt wurde. Die Führung endete mit dem Besuch im Moses-Mendelssohn-Zentrum gleich gegenüber dem "Kutschstall", wo die Nachlässe von Alex Bein, Ernst Simon und Alphons Silbermann verwaltet werden, und das neben dem Einstein-Forum zugleich eine moderne Wissenschafts- und Forschungsstätte ist. Geleitet wird es von dem Berliner Historiker Prof. Julius Schoeps. Die Führung sollte auch einen Einblick in das moderne jüdische Potsdam geben. Nach dem Kaffeetrinken wurde der langjährige Gesandte an der Botschaft des Staates Israel, Ilan Mor, verabschiedet, der sich bei der DIG für alle Unterstützung während seiner Amtszeit in Berlin und für ihr unermüdliches Engagement für Israel bedankte. Benny Neuberger, Vertreter des Tourismus-Ministeriums in Berlin, sprach im Anschluss über die touristischen Reize Israels und verwies dabei zugleich auf "100 Jahre Tel Aviv", die 2009 gefeiert werden. Im Anschluss daran wurde ein Film über die sprühende Metropole am Mittelmeer gezeigt. Meggie Jahn kündigte bei der Gelegenheit gleich die nächste Israel-Reise der DIG an, die vom 25. Mai bis 3. Juni 2010 stattfinden soll. Erste Anmeldungen wurden bereits entgegen genommen. Am Eingang zum Kutschstall konnten sich die Gäste auf zwei Fotoscreens einen Eindruck von den letzten beiden Reisen der DIG Berlin und Potsdam verschaffen. Im Folgenden finden Sie die besten Schnappschüsse vom diesjährigen Sommerfest, aufgenommen von Meggie Jahn und Fritz Zimmermann. Am Ende finden sich weitere Fotos von Margrit Schmidt.
Steffen Reiche als früherer Potsdamer DIG-Vorsitzender bei der Begrüßung der Gäste

Ulrike Sommer im Gespräch mit Maya Zehden
links: Vorstandsmitglied Mirko Freitag, rechts Heidi Lettau und das Ehepaar Böckl
Steffen Reiche bei der Führung durch das jüdische Potsdam. Rechts Dr. Wolfgang Weißleder, Rechtshistoriker und Initiator der Stolpersteine-Atkion, vor dem Haus von Wilhelm Kann, der vor seiner Deportation nach Theresienstadt als letzter Jude in Potsdam im ungeheizten Dachgeschoss seines Elternhauses in der Friedrich-Ebert-Straße 113 gewohnt hatte (s. u.). Mehr s.u.
 
Stolpersteine für Wilhelm Kann und Samuel Guttmann. Mehr ...
Die heutige Jüdische Gemeinde in Potsdam, die ihre Gottesdienste in einem Haus abhalten muss, das demnächst abgerissen werden soll. Am gleichen Ort soll auch die neue Synagoge gebaut werden.
Steffen Reiche vor dem Moses Mendelssohn-Zentrum, wo wir von dessen Wiss. Mitarbeiter Werner Treß empfangen wurden, der sogar den Sonntag Nachmittag für uns geopfert hatte.

Das Moses-Mendelssohn-Zentrum hat bereits eine erste Reihe der bei der Bücherverbrennung am 10. Mai 1933 verbrannten Bücher" herausgebracht, weitere Bände sind in Arbeit. Der erste Staatsminister für Kultur und Medien, Michael Naumann, hatte im Zusammenhang mit dem Mahnmal an den Mord der europäischen Juden in Berlin einst an eine Bibliothek mit Büchern der "verbrannten Dicher" gedacht.
Jochen Feilcke hier bei der offiziellen Begrüßung der Gäste und Vorstellung des weiteren Programms.

Auch diesmal wurde Vorstandsmitglied Marcus Mohr herzlich für seine Unterstützung beim Sommerfest gedankt.
Jochen Feilcke verabschiedete Ilan Mor nach 5 Jahren an der israelischen Botschaft und schenkte ihm zum Abschied unser Gästebuch mit guten Wünschen für sein Land, gesammelt seit dem großen Fest am Gendarmenmarkt im Mai 2008: Mazel tov für die nächsten 60 Jahre! Rechts: Mor hier bei seinem Dank.

Boris Rosenthal sorgte - wie schon in früheren Jahren - für die musikalische Unterhaltung, diesmal mit Viktoria Smotkina.

Ilan Mor im Gespräch mit Steffen Reiche
Dany Neuberger, Vertreter des israelischen Tourismusministeriums in Berlin, warb für sein Land und zeigte danach einen Film, der anlässlich "100 Jahre Tel Aviv entstanden war.
Links: Benny Neuberger, Meggie Jahn und Anat Sultan Dardan, Pressesprecherin der Israelischen Botschaft, rechts: Kantor Olejan Ingster und seine Frau Ingrid, daneben Nikoline Hansen und ihre Mutter, beide DIG-Mitglieder.
Nach dem offiziellen Programm stärkten sich die rund 150 Sommerfest-Besucher beim kalt-warmen Büffet.

Und das gab's zum Nachtisch ...

Michael Sommer, DGB-Vorsitzender, und seine Frau Ulrike beim Abschied im Gespräch mit Steffen Reiche.

Im Folgenden finden Sie eine Fotogalerie von Margrit Schmidt, aus der Sie Ihre Lieblingsbilder auswählen und unter der Adresse margrit-schmidt1@gmx.de direkt bestellen können. Wir danken Fritz Zimmermann fürs Zusammenstellen der Fotogalerie.
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